15€ lassen wir uns nicht draufschlagen!

Schon zur Mitte des Monats pleite zu sein kennen viele Studis. Mieten um 300€ für Zimmer die wirklich nicht riesig sind zu bezahlen, das kennt sicherlich jede*r, der in der KTV oder anderen bevorzugten Gegenden von Rostock wohnt. 4€ fürs Mensen gehen ist, wenn man noch ne Mate dazu nimmt, auch keine Seltenheit. Dazu kommen 157€ Semestergebühr, die bei dem, was dafür geboten wird, schwer zu rechtfertigen sind.  Da wird  studieren in Berlin und Hamburg vielleicht doch zur Option, wenn man sich die überfüllten Seminarräume mal anschaut.

Und jetzt sieht sich das Studierendenwerk Rostock sich dank des Versagens des Landes gezwungen den Beitrag zu erhöhen, was bedeutet, dass unsere Semestergebühr um 15€ steigt. Ihr denkt, dass das nicht viel ist, und man das schon irgendwie zusammen kriegt ? Mag sein, aber was, wenn wir sagen, dass das alles hätte nicht sein müssen!

4012182828_9b01f3dd1e_zIn diesem Punkt sind beim StuWe tatsächlich etwas die Möglichkeiten beschränkt. Denn die Landesregierung, die die Studierendenwerke in MV bezuschusst, um ideale Umstände für die hier eingeschriebenen Studis schaffen zu können, zieht sich seit Jahren aus der Verantwortung. Während in anderen Bundesländern die Zuschüsse erhöht werden, weil auch andere Kostenfaktoren steigen, denkt das Land Mecklenburg Vorpommern scheinbar, dass man an den Studierenden gut sparen könne. Dumm gelaufen für uns, denn das StuWe hat in den letzten Jahren die angesparten Rücklagen aufgebraucht und muss dringend Geld reinbringen, was sich nun auf uns auswirken wird. ( Hier findet ihr mehr zu dem Thema. )

9470923511_d67d6792fb_zHerr Hörig, der Geschäftsführer des Studierendenwerks war letzte Woche im StuRa zu Besuch. Schon vor einigen Wochen wurden wir über Möglichkeiten, die Finanzierung des StuWe weiter sichern zu können, informiert. Mit dabei war z.B., den Preis fürs Essen zu erhöhen. Letztendlich musste sich das StuWe entscheiden, von der Erhöhung des Semesterbeitrags um 15€ zum WS 16/17 und eventuellen weiteren 5€ zum SoSe 17 auszugehen. Hörig, betonte mehrmals, dass er es für falsch hält, die gestiegenen Kosten auf die Studis umzuwälzen und das Land in der Verantwortung sieht, stellt aber auch klar, dass es nicht möglich ist, auf eine Beitragsanhebung strikt zu verzichten und hoffte auf das Verständnis vom StuRa. Einzige Alternative sei laut StuWe eine drastische Einschränkung von Leistungen. Weil unserer Meinung nach nicht sein kann, dass man dem Land in der Form entgegenkommt, haben wir den Vorschlag “vehement verweigert”. Hier findet ihr den dazugehörigen Beschluss.

Willst du dir das etwa gefallen lassen? Wir auch nicht. Also komm ran und tüftel mit uns am Masterplan. Wir lassen uns das nicht gefallen!

1. Mai Aufruf zur Demonstration: Zeit für Solidarität!

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Komm mit am ersten Mai und schließ dich unseren Forderungen für eine gerechtere Welt an! Das sind unsere Themen:

Wir leben  nicht um zu arbeiten!

  • Arbeitszeitverkürzung, die den modernen Anforderungen junger Menschen entspricht.
  • Abbau von unbezahlten Überstunden
  • stärkere Regulierung von unsicheren Arbeitsverhältnissen wie Zeitarbeit oder Werkverträge.
  • Für Auszubildende fordern wir eine Mindestausbildungsvergütung die ein eigenständiges Leben ermöglicht.

Ob Ausbildung oder Studium, der Zugang zu Bildung muss jungen Menschen zugänglich gemacht werden.

  • Ausbildungsgarantie für junge Menschen.
  • Eltern -unabhängiges Bafög ; Studieren ohne Nebenjobs und Kredite !

Refugees Welcome! Wir zeigen uns solidarisch mit allen Menschen die auf Grund verschiedenster Repressionen im Heimatland zu uns kommen und Schutz suchen.

  • hrohilt kein Mensch ist illegal und sollte auch nicht so behandelt werden.
  • Wir fordern die Stadt auf; die Situation der Geflüchteten in Bezug auf Unterbringung und Versorgung sowie der Möglichkeiten der Teilhabe umfassend zu verbessern.

Umfairteilen– Auch wenn Deutschland eines der reichsten Ländern der Welt ist, geht die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander. Hinzukommt die ungleiche Verteilung zwischen Männer und Frauen, sei es beim Vermögen oder beim Einkommen. Trotz gleichwertiger Arbeit, bekommen Frauen im Durchschnitt fast 22 Prozent weniger Lohn.

  • Wir fordern endlich mehr „Verteilungsgerechtigkeit“ für mehr “soziale Gerechtigkeit”.

Wohnraum in Rostock wird immer mehr zu einem Luxusgut, Menschen mit geringem Einkommen werden zusehends aus der Stadt verdrängt, neue Wohnungen entstehen vorwiegend im Luxussegment mit enormem Mieten.

  • Wir fordern einen drastischen Anstieg von sozialem Wohnungsbau in der Stadt. Mit Immobilien als blankes Rendite und Spekulationsobjekt muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden.
  • Wohnraum darf nicht vom Geldbeutel abhängen.02_DGB_Maiplakat_A2_Druck

(Neo)Nazis: Schon immer versuchten Nazis den 1.Maizu vereinnahmen und deuteten ihn zum „Tag der nationalen Arbeit“ um.  Ihr Ziel ist unsere Gesellschaft zu spalten, in Deutsche und Nicht-Deutsche. Damit verhindern sie unseren gemeinsamen Einsatz für die Rechte der Jugend. Das lassen wir nicht zu! Der 1. Mai ist unser aller Tag!

Auch du kannst deinen Beitrag dazu leisten. Mach mit am 1. Mai! Komm um 10:00 Uhr zum Doberaner Platz und bring dich ein.

Deine Studierendenvertretung