Interessierte für interkulturelle WGs gesucht!

Zum Juli startet an der Universität Rostock ein Sprachkurs, in dem Geflüchtete Deutsch lernen, um später studieren zu können. Die 17233058042_b2a96148e4_z Kursteilnehmer*innen kommen aber nicht alle aus Rostock, sondern sind teilweise in kleineren Städten und Dörfern in Mecklenburg-Vorpommern untergebracht. Damit die Kursteilnehmer*innen nicht täglich mehrere Stunden hin und her pendeln müssen, stehen mehrere Umzüge an.

Daher werden dringend Menschen gesucht, die ein WG-Zimmer frei haben oder eine WG gründen wollen.

Denn zusammen lernt und lebt es sich einfacher und schöner!
Bei Fragen und/oder Interesse meldet euch hier: international.asta@uni-rostock.de

Offener Brief zur familienfreundlichen Hochschule

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. med. Schareck (Rektor)
Sehr geehrter Herr Tamm (Kanzler)
Sehr geehrte Prorektorin und Prorektoren,
Sehr geehrte Mitglieder des Konzils,
Sehr geehrte Mitglieder des Senats,
Sehr geehrte Mitglieder der Dekanate,
Sehr geehrte Dozentinnen und Dozenten,
Sehr geehrte Mitglieder der Universitätsverwaltung,
Sehr geehrter Herr Zepf (Direktor UB),
Sehr geehrte Frau Bähker (Stellvertretende Direktorin UB),
Sehr geehrte Fachschaftsräte,
Liebe Studierenden der Universität Rostock,
es ist noch Luft nach oben!
Die Universität Rostock trägt stolz und selbstbewusst das Siegel der familienfreundlichen
Hochschule. Ein erstrebenswertes Ziel für jede Bildungseinrichtung, sowie auch
gesellschaftspolitisch überfällig.
Unsere Hochschule befindet sich zurzeit im Re-Auditierungsverfahren zur Familienfreundlichen
Hochschule. Kommendes Jahr soll im Juni das Zertifikat übergeben werden.
Die Studierendenschaft ist über Ihre Vertretungen an der Erarbeitung der neuen Zielvereinbarung
beteiligt gewesen. Allerdings musste der Prozess der Re-Auditierung, wegen Stellenstreichungen,
um ein halbes Jahr verschoben und nun mit enormem Zeitdruck durchgeführt werden. Dies hat u.a.
dazu geführt, dass die Zielvereinbarungen bewusst niedriger angesetzt wurden, damit am
kommenden Montag das Rektorat unterschreibt. Weitere Verzögerungen sind nicht mehr möglich.
Wir als Studierendenschaft finden diese Verfahrensweise nicht lobenswert. Sicher gibt es Ziele und
Maßnahmen in der neuen Vereinbarung die erfreulich sind (so stehen Studierende diesmal mehr im
Mittelpunkt), dennoch gibt es immer noch Strukturen, die ein Studium mit Kind(ern) enorm
erschweren.
Aus Sicht von Studierenden mit Kindern ist es immer wieder ein Drahtseilakt Studium und Familie
unter einen Hut zu bekommen. Insbesondere wenn es sich um Alleinerziehende und/oder Familien
mit mehreren Kindern handelt. Hier sind Ausfallzeiten durch Krankheit und Schließzeiten der
Betreuungseinrichtungen/Ferien besonders schwer auszugleichen. Ferner ist es für eben genannte
Gruppe von Betroffenen nicht zu stemmen Veranstaltungszeiten außerhalb der Betreuungszeiten
(Am Wochenende oder Veranstaltungen die 17:00 beginnen) zu besuchen. Das mindeste wäre es
doch, wenigstens die Prüfungen zu den Betreuungszeiten und sie nicht in den Schulferien und
Kitaschließzeiten stattfinden zu lassen.
Was in den Zielvereinbarungen völlig fehlt ist die Schaffung von Betreuungsplätzen durch eine Unieigene
Kita mit Randzeitenbetreuung, wie es sie auch an anderen Hochschulstandorten gibt. Dieses
Ziel wurde nicht aufgestellt, da die Umsetzung nicht erreichbar scheint. Wir geben uns damit nicht
zufrieden! Dieser Punkt wird weiter auf der Liste unserer Forderungen ganz oben stehen.
Außerdem ist es dringend nötig, Regelungen zu schaffen auf die man sich verlassen kann. Zwar gibt
es nun die neue Zielvereinbarung der Hochschule, die aber aufgrund ihrer Gültigkeit für alle
Fakultäten und Fachbereiche allgemeinen Floskeln, wie „nach Möglichkeit“ oder „möglichst“
beinhaltet. Es braucht konkrete Vereinbarungen an den Fakultäten, besser noch in den Instituten,
damit Studierende nicht mehr auf das Wohlwollen der Dozierenden angewiesen sind.
Sehr lobenswert ist die Idee zu einem Familienbüro als zentrale Anlauf- und Beratungsstelle auch
für Studierende mit Familien- und Pflegeaufgaben. Der Universität sollte aber klar sein, dass dieses
Büro Stellen braucht und keine Nebentätigkeit von vorhandenem Personal sein darf.
Grundsätzlich ist es verständlich, dass es Bereiche gibt in denen eine Anwesenheit notwendig ist.
Dennoch sollte geprüft werden, ob immer das hohe Maß notwendig ist, wie es gefordert wird.
Ferner sollten anwesenheitspflichtige Veranstaltungen flexibler gestaltet und Möglichkeiten
geschaffen werden, um Fehlstunden rechtzeitig (vor den Prüfungen) nachzuholen. Damit so harte
Konsequenzen, wie es sie z.B.: in einigen Bereichen der Medizin gibt entfallen.
Es ist eine enorme Erleichterung, wenn die Seminarliteratur z.B.: bei Stud.ip online steht. Das ist
nicht immer der Fall, obwohl es einem den Weg in die Bibliothek und die dort verbrachte Zeit vor
dem Scanner/Kopierer ersparen würde. Zusätzlich wäre viel erreicht, wenn die Bibliotheken, als
Arbeits- und Studienorte früher öffnen würden. Da die Zeit zwischen Schulbeginn und Öffnung der
UB für Familien mit schulpflichtigen Kindern oft tote Zeit ist. Damit würde sich vielleicht auch der
Andrang zu Prüfungszeiten etwas entspannen.
Wir wünschen uns bei bestehenden und besonders bei zukünftigen Unigebäuden die Bedürfnisse
von Studierenden mit Familien- und Pflegeaufgaben zu berücksichtigen. Dazu gehört ein
barrierefreier Zugang zu ALLEN Einrichtungen der Hochschule und für Alle zugängliche
Wickel-/Stillmöglichkeiten bestenfalls K.E.S.S.-Zimmer (Kind-Eltern-Spiel-Studier-Zimmer) auf
jedem Campus.
Uns ist bewusst, dass nicht alle unsere Wünsche sofort umgesetzt werden (können). Dennoch ist es
uns wichtig, unser Ziel, jedem und jeder ein Studium zugänglich zu machen, nicht aus den Augen
zu verlieren, weil es nach Meinung Mancher vielleicht nicht erreichbar ist. Selbstverständlich muss
hier von einem Kulturwandel gesprochen werden.
Aber die Strukturen die sich ändern müssen, können wir schon heute benennen und verbessern.

Festival Contre Le Racisme 2016

Rassismus, intendiert oder unbewusst, ist kein Thema der Vergangenheit und macht auch nicht vor den Türen der Uni halt. Gerade wenn rechte und rechts-populistische Bewegungen Aufwind bekommen, ist antirassistische Arbeit ein Anliegen der gesamten Gesellschaft. Daher wollen wir in der Zeit vom 11.06 bis 24.06. die Aufmerksamkeit auf den Problemkomplex richten, die Möglichkeit zum Austausch bieten und gemeinsam gegen Diskriminierung einstehen – mithilfe von Vorträgen, Lesungen, Theater, einem Sportturnier und vielen anderen Veranstaltungen!
fcr titelbild fb

Sämtliche Informationen findet ihr auf unserer Festival Contre Le Racisme- Webseite.. Klick hier!

Deine Studierendenvertretung